ZEITLast
Lehrzeit und Lernzeit: Studierbarkeit der BA-/BSc und MA-/MSc-Studiengänge als Adaption von Lehrorganisation und Zeitmanagement unter Berücksichtigung von Fächerkultur und Neuen Technologien.
Der Förderzeitraum des Projekts endete am 31.05.2012.
| Buchpublikation Rolf Schulmeister, Christiane Metzger (Hrsg.): Die Workload im Bachelor: Zeitbudget und Studierverhalten Eine empirische Studie Waxmann 2011 360 Seiten, broschiert, 34,90 €, ISBN 978-3-8309-2516-3 |
Aktuell
Der Film zum Projekt ZEITLast
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- Kurzbeschreibung
- Standort Hamburg
- Publikationen
- ZEITLast an Partnerstandorten
Projektleitung
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Prof. Dr. Rolf Schulmeister Zentrum für Hochschul- und Weiterbildung Universität Hamburg |
Dr. Christiane Metzger Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projektkoordination |
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Projektpartner
Projektlaufzeit: 01.04.2009 bis 31.03.2012
Projektförderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kurzbeschreibung
Gegenstand des Projekts ist die Studierbarkeit in BA-/BSc und MA-/MSc-Studiengängen insbesondere unter den Gesichtspunkten der Organisation von Zeit, Lernkultur und Nutzung moderner Technologien.Studierbarkeit hat es vor allem mit der Workload der Studiengänge, der Flexibilität der Lernarrangements und der Frage nach der Leistungsgerechtigkeit der ECTS-Verteilung zu tun. BA-Studiengänge fordern ein „dichteres“ Studieren als Magister- und Diplom-Studiengänge: Auch wenn z.T. die Anzahl der Präsenzveranstaltungen nicht sehr gestiegen ist, ist die Zahl der Pflichtveranstaltungen mit Leistungsnachweis höher. Zudem ist die Zeit reglementiert worden, in der Module abgeschlossen und Prüfungsleistungen erbracht werden müssen. Angesichts einer höheren Anzahl an Prüfungsleistungen sind also die Freiheitsgrade geschrumpft und die Zeitsouveränität wurde eingeschränkt.
ZEITLast analysiert eine Reihe von Variablen der BA/MA-Studienstruktur und experimentiert mit der Studienorganisation. In Studiengängen der Partneruniversitäten Hamburg, Hildesheim, Ilmenau und Mainz werden didaktische Interventionen vorgenommen: Die Lehr-Lern-Organisation wird durch Blockunterricht und Flexibilisierungen durch den Einsatz von eLearning bzw. Web 2.0-Anwendungen variiert. Zudem werden die Lehr- und Prüfungsanforderungen über den gesamten Zeitraum des Semesters verteilt. In Zeitbudget-Analysen wird die Belastung der Studierenden vor und während der Interventionen gemessen, subjektives Empfinden der „Dichte“ durch kontrollierte Befragungen.
Um Hinweise auf die Wirksamkeit der vorgenommenen didaktischen und organisatorischen Umstellungen zu erhalten, durch die die Studierenden eine größere Zeitsouveränität gewinnen sollen, werden in allen beteiligten Studiengängen zwei Zeitbudget-Analysen durchgeführt: zuerst unter herkömmlichen Lehr-/Lern-Bedingungen, dann nach der Reorganisation der Lehr- und Lern-Organisation und der Einführung didaktischer Interventionen. Besonders wertvoll ist hier der interdisziplinäre Vergleich: Die zu untersuchenden Studiengänge decken eine große fachliche Breite ab, von den Geistes- über die Sozial- bis zu den Ingenieurwissenschaften.
Ziel der Umstellungen ist es, die thematische und zeitliche Zersplitterung, die häufig in Studiengängen herrscht, zu reduzieren: Durch Blockunterricht soll es den Studierenden ermöglicht werden, sich konzentriert mit einem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu befassen. Zudem sollen semesterbegleitende Prüfungen bzw. Studienleistungen, die zeitnah zu den behandelten Themen erfolgen, die vielerorts übliche Häufung von Prüfungen innerhalb eines kurzen Zeitraums entzerren und die zeitliche Belastung mindern. Außerdem soll die Untersuchung des Zeitmanagements und der Zeitbelastung zu mehr Leistungsgerechtigkeit bei der Vergabe von Leistungspunkten beitragen.
Standort Hamburg
Im Wintersemester 2009/10 wurde die Workload der Studierenden des Studiengangs BA Medien- und Kommunikationswissenschaft am Fachbereich Sprache, Literatur, Medien (SLM I) der Fakultät für Geisteswissenschaften untersucht: Die Probandinnen und Probanden, annähernd die gesamte Kohorte eines Jahrgangs, nahmen an einer Zeitbudget-Studie teil und dokumentierten fünf Monate lang täglich über 15-16 Stunden in einem Online-Zeiterfassungsbogen, welchen Aktivitäten sie nachgingen. Hinsichtlich des Studiums wurde der Zeitaufwand für die Lehrveranstaltungen des Hauptfachs, die Nebenfach-, Wahlbereich- und ABK-Anteile sowie Praktikums-/Exkursionszeiten erhoben. Neben diesen Präsenz- und Selbststudienanteilen wurde auch der Zeitaufwand für Studienorganisatorisches, für informelle Gespräche über das Studium sowie für Gremienarbeit erfasst.Im Sommersemester 2010 wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik die Zeitbudget-Erhebung im Studiengang BSc Lehramt an Beruflichen Schulen mit der beruflichen Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften wiederholt. Besonders interessant ist hier die Abstimmung der drei Teilstudiengänge in Wirtschaftswissenschaften, Erziehungswissenschaft und im jeweiligen Unterrichtsfach. Auf der Grundlage der erhobenen Daten sollen die Studienbedingungen im Lehramtsstudium optimiert werden.
Im Wintersemester 2010/11 wurde die Zeitbudget-Erhebung in Kooperation mit dem Institut für Logistik und Transport der Universität Hamburg im Studiengang BSc Betriebswirtschaftslehre und mit dem Institut für Mathematik der Universität Paderborn im Studiengang BSc Mathematik wiederholt. Damit wurden im Rahmen von ZEITLast erstmals ein wirtschaftswissenschaftlicher Studiengang und ein Studiengang aus der MIN-Fächergruppe untersucht.
Im Sommersemester 2011 wurden in Zusammenarbeit mit der HafenCity Universität Hamburg Zeitbudget-Analysen in den Studiengängen BSc Geomatik und BA Kultur der Metropole durchgeführt.
Im Wintersemester 2011/12 wurde die Kooperation mit der HafenCity Universität Hamburg fortgesetzt: Es wurden Zeitbudget-Erhebungen in den Studiengängen BA Architektur und BEng Bauingenieurwesen durchgeführt.
Das Fächerspektrum wurde erweitert durch eine Workload-Erhebung an der Universität Bremen in den Studiengängen BSc Physik und BSc Elektrotechnik/Informationstechnik.
An der Fachhochschule St. Pölten wurde im Studiengang BSc IT Security ebenfalls eine Zeitbudget-Erhebung durchgeführt; dabei wurden die Module im ersten Fachsemester nicht – wie bisher – parallel über das Semester hinweg unterrichtet, sondern nacheinander in geblockter Form. Die Workload-Erhebung wird im Sommersemester 2012 fortgesetzt.
Publikationen
ZEITLast-FlyerWissenschaftliche Publikationen
ZEITLast-Studie des Studiengangs B.Sc. Physik an der Universität Bremen. Bericht
Metzger, Christiane & Johann Haag (im Druck): „Ich könnte nie wieder zu einem ‚normalen‘ Stundenplan zurück!“ – Zur Reorganisation der Lehre in einem Bachelor-Studiengang IT Security. In: Forbrig, P., D. Rick & A. Schmolitzky (Hrsg.): HDI 2012 – Informatik für eine nachhaltige Zukunft. 5. Fachtagung Hochschuldidaktik der Informatik; 6.–7. November 2012, Universität Hamburg. Commentarii informaticae didacticae (CID). Bd. 5. Potsdam: Universitätsverlag Potsdam – S. 67-78. pdf des Preprints
Metzger, Christiane (2013): Zeitbudgets zur Untersuchung studentischer Workload als Baustein der Qualitätsentwicklung. In: Vettori, O. & B. Kernegger (Hrsg.): Zeitschrift für Hochschulentwicklung Jg. 8, Nr. 2 – S. 138-156.
Schulmeister, Rolf & Christiane Metzger (2012): Zur Rolle der Lehrorganisation bei der Gestaltung des studentischen Selbststudiums. In: Kossek, B. & M. F. Peschl (Hrsg.): Digital Turn? Zum Einfluss digitaler Medien auf Wissensgenerierungsprozesse von Studierenden und Hochschullehrenden. Göttingen: V&R unipress, Vienna University Press – S. 77-92.
Metzger, Christiane, Rolf Schulmeister & Thomas Martens (2012): Motivation und Lehrorganisation als Elemente von Lernkultur. In: Euler, Dieter & Taiga Brahm (Hrsg.): Zeitschrift für Hochschulentwicklung Jg. 7, Nr. 3 – S. 36-50.
Schulmeister, Rolf, Christiane Metzger & Thomas Martens (2012): Heterogenität und Studienerfolg. Lehrmethoden für Lerner mit unterschiedlichem Lernverhalten. Paderborner Universitätsreden Heft 123. Paderborn. pdf
Haag, Johann & Christiane Metzger (2012): Effekte von Blockunterricht im Studiengang BSc IT Security. In: Schmid, Barbara & Josef Weißenböck (Hrsg.): Neue Wege gehen. Strategien und Modelle für Studien-, Lehr- und Lerninnovation an der Fachhochschule St. Pölten – S. 14-20.
Schulmeister, Rolf (2011): Bologna Parameter und die Befragungen zur Workload im Bachelor. Eine Methodenkritik. pdf
Schulmeister, Rolf (2011): Auf den Spuren des Studienerfolgs – Die neue Agenda des Projekts ZEITLast. Keynote Speech gehalten auf der Campus Innovation 2011, Universität Hamburg, 25.11.2011.
Interview mit Rolf Schulmeister zur neuen Agenda des Projekts ZEITLast. MMKH 2011.
Schulmeister, Rolf & Christiane Metzger (Hrsg.) (2011): Die Workload im Bachelor: Zeitbudget und Studierverhalten. Eine empirische Studie. Münster [u.a.]: Waxmann.
Schulmeister, Rolf & Christiane Metzger (2011): Zum Projekt ZEITLast oder: Eine realistischere Zeitbudget-Forschung zum Bachelor-Studium. In: Wissenswert, 02/2011 – S. 5-11.
Metzger, Christiane & Rolf Schulmeister (2011): Die tatsächliche Workload im Bachelorstudium. Eine empirische Untersuchung durch Zeitbudget-Analysen. In: Nickel, Sigrun: Der Bologna-Prozess aus Sicht der Hochschulforschung. Analysen und Impulse für die Praxis. CHE Arbeitspapier Nr. 148 – S. 68-78.
Groß, Lena & Stefan Aufenanger (2011): Wie wirken didaktische Elemente der Hochschullehre auf die zeitliche Gestaltung des Studiums. In: Wagner, Erwin (Hrsg.): Zeitschrift für Hochschulentwicklung. Wer sind "die Studierenden" in der "Bologna-Ära"? Jg. 6, Nr. 2 – S. 123-132.
König, Kirsten (2011): Was macht die Universität aus ihren Bologna-Studierenden? In: Wagner, Erwin (Hrsg.): Zeitschrift für Hochschulentwicklung. Wer sind "die Studierenden" in der "Bologna-Ära"? Jg. 6, Nr. 2 – S. 30-46.
Krömker, Heidi, Katja Hoffmann de Linares & Cindy Mayas (2010): Einführung von innovativen Lehrmethoden in der ingenieurwissenschaftlichen Ausbildung. In: Gudrun Kammasch, Angela Schwenk, Burghilde Wieneke-Toutaoui (Hrsg.): IngenieurBildung für Nachhaltige Entwicklung. Referate der IGIP Regionaltagung 05/2010. Berlin – S.153-159.
Groß, Lena (2010): Bachelor- und Masterstudiengänge - Eine (zeitliche) Belastungsprobe für Studierende und Lehrende? Ein Beitrag zur Berechnung von Lern- und Lehrleistung als ein Aspekt des Forschungsprojekts ZEITLast. In: Bauer, P., H. Hoffmann & K. Mayrberger (Hrsg.): Fokus Medienpädagogik. Aktuelle Forschungs- und Handlungsfelder. München. S.389-394.
Metzger, Christiane (2010a): ZEITLast: Lehrzeit und Lernzeit. Studierbarkeit von BA-/BSc-Studiengängen als Adaption von Lehrorganisation und Zeitmanagement unter Berücksichtigung von Fächerkultur und neuen Technologien. In: Seiler Schiedt, Eva, Schewa Mandel & Manuel Rutishauser (Hrsg.): Digitale Medien für Lehre und Forschung. Münster [u.a.]: Waxmann - S. 287-302.
Metzger, Christiane & Rolf Schulmeister (2010): ZEITLast: Workload-Erfassung, didaktische Interventionen und lehrorganisatorische Umstellungen in BA-Studiengängen. In: Projekt Qualitätssicherung der HRK (Hrsg.): 10 Jahre Herbsttagung zur Qualität in den Hochschulen: Rückschau und neue Entwicklungen. Beiträge zur Hochschulpolitik 7/2010. Bonn - S. 208-217.
Schulmeister, Rolf (2010): Studieren als Schnäppchenjagd. Die Lehre vom "guten Schnitt". Keynote Speech gehalten auf der Campus Innovation 2010, Universität Hamburg, am 19.11.2010.
Schulmeister, Rolf (2010): Chatten, recherchieren, shoppen – auch lernen? In: Forschung & Lehre. 7/10. 17. Jahrgang – S. 490f.
Berichterstattung über ZEITLast
Wiarda, Jan-Martin (2012): Viel hilft nicht viel. In: DIE ZEIT. Ausgabe vom 12.01.2012.
Schröder, Axel (2011): Möglichst viel in kurzer Zeit lernen. In: Deutschlandfunk. Campus & Karriere. Sendung vom 02.07.2011.
Wiarda, Jan-Martin (2011): Ach, dieser Stress. In: DIE ZEIT. Ausgabe vom 12.05.2011 – S. 71/72.
Litschko, Leonie (2011): Studie: Wie faul sind Studenten wirklich? CampusTV Universität Mainz, 02.02.2011.
Braun, Rüdiger (2010): Stress in der Caféteria. In: Märkische Allgmeine Spezial. Ausgabe vom 21.10.2010.
Dworschak, Manfred (2010): Erschöpft vom Bummeln. In: Der Spiegel 38/2010 - S. 156f.
Gerstlauer, Anne-Kathrin (2010): Zu viel Freizeit für Studenten? In: pflichtlektüre, Studierendenmagazin der Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen, online erschienen am 05.10.10.
Hoppe, Cornell (2010): 40-Stunden-Woche für Studenten. In: Freies Wort, online erschienen am 20.10.2010.
hr-iNFO (2010): Wie der Bologna-Prozess das Studium verändert hat: War die Bologna-Reform notwendig? Ein hr-iNFO-Gespräch mit Prof. Dr. Rolf Schulmeister, gesendet auf hr-iNFO am 18.10.2010.
Hübsch, Reinhard (2010): Faul oder falsch verrechnet? Interview mit Prof. Dr. Stefan Aufenanger im SWR2, 22.09.2010
Last, Melanie (2010): Hamburger Studie: Zeit fürs Studium? Interview mir Dr. Christiane Metzger im Deutschlandfunk, Campus & Karriere, 20.09.2010.
ON3 (2010): Warum Studenten zu Recht jammern, online erschienen am 24.09.2010.
Schaaf, Julia (2010): Andere Leute müssen auch Kekse backen. In: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Ausgabe vom 10.10.2010.
ZEITLast an Partnerstandorten
Universität Mainz, Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Institut für Erziehungswissenschaft, ProjektseiteTU Ilmenau, Prof. Dr. Heidi Krömker, Institut für Medientechnik, Projektseite
Universität Hildesheim, Prof. Dr. Erwin Wagner; center for lifelong learning, Projektseite
Letzte Änderung am 05.04.2013 um 16:41 Uhr von admin


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