Moderationsmethode

Die Moderationsmethode ist eine Sammlung von Techniken und Methoden von Gesprächsführung in Gruppen. Ziel der Methode ist es, kreatives und produktives Arbeiten über die Strukturierung der kommunikativen Interaktion aller Beteiligten zu unterstützen. Problem-, Lösungs- oder Lernprozesse sollen trotz bestehender Interessenkonflikte oder hierarchischer Verhältnisse in der Gruppe durch die Organisation der Verständigung moderatorisch unterstützt werden.

Als wesentliche Techniken der Interaktionsgestaltung durch eine Moderation können

mit dem Ziel der Klärung von Beziehungsproblemen genannt werden.
Ein oder mehrere Workshop-Tage werden in einer zeitlichen Sequenzierungen von 1 bis 2 1/2 Stunden mit Phasen
Die Interaktionen in größeren Gruppen werden durch die Strukturierung im Wechsel von Plenum- und Kleingruppenarbeitsphasen unterstützt.

Besonderer Aufmerksamkeit kommt in der Moderationsmethode der Bedeutung von Pausen und Rückzugsbereichen als Raum für informelle Gespräche zu.
Besonderes Merkmal der Moderationsmethode ist die prozessbegleitende Dokumentation aller Äußerungen und ihrer Beziehungen untereinander (sowohl inhaltlicher Art als auch auf der Beziehungsebene, z.B. mit dem Blitzzeichen) in „externen Speichern“ (Metaplan-Wände, angepinnte Kärtchen verschiedener Farben und Formen, Filzstifte, Punktekleben).

Die Dokumentation wird, je nach Organisation, von den Gruppenmitgliedern selbst oder von der Moderation durchgeführt.

Unterschiedliche Techniken und Methoden, Stimmungsbilder einzuholen können bei Bedarf von der Moderation eingesetzt und als Anlass zur Reflexion genutzt werden. Das Ziel kann sowohl die Klärung von Beziehungsproblemen als auch die Fokussierung von inhaltlichen Problemen sein (z.B. Stimmungsbarometer, Blitzlicht-Methode, das Kennzeichnen von konträren Diskussionspunkten durch ein Blitz-Zeichen).
Die besonderen Techniken der Visualisierung von Außerungen werden von den Entwicklern der Methode auch als die „optische Sprache in der Moderation“ bezeichnet (SCHNELLE-CÖLLN, T., 1983).

Von der Methode der Themenzentrierten Interaktion unterscheidet sich die Moderationsmethode vor allem durch ein unterschiedliches Leitungskonzept. Während die Leitung nach TZI sich als Teilnehmer mit besonderer Funktion versteht und auch inhaltlich mitarbeitet, sieht das Moderationskonzept eine strikte Trennung von Inhaltsexperten und moderatorischer Gesprächsführung vor.

Viele Moderationstechniken und -methoden lassen sich gut in E-Learningkontexte, z.B. in Chats oder in Foren  adaptieren. Der Umgang mit Konflikten ist besonders geeignet, mit den Phänomenen des "flamings" umzugehen (vgl. eModeration und Tutoring )



Literatur:

Schnelle-Cölln, T. (1983). Visualisierung. Die optische Sprache der Moderation.