InformationsdesignInformationsdesign befasst sich mit der eindeutigen und effektiven Präsentation von Informationen.
"Information design is about the clear and effective presentation of
information. It involves a multi and inter-disciplinary approach to
communication, combining skills from graphic design, technical and
non-technical authoring, psychology, communication theory and cultural
studies. In fact, wherever relatively complex information needs to be
made easier to understand, or tailored to the needs of a specific
'specialist' or cultural community, the 'user-oriented' methods of
information design can be employed." (Information Design Network)
Der Kybernetiker Frederic Vester verdeutlich die Herausforderungen des
Informationsdesign mit folgendem Zitat: "Der Nutzen von Information
liegt in der Auswahl, nicht in ihrer Fülle,
liegt in ihrer Relevanz, nicht im Übertragungstempo." Informationen
müssen in Menge und Marstellung handhabbar und nutzbar gemacht werden.
Die bloße Vorhandenheit von Informationen (z.B. in einer Datenbank oder
im WWW) reicht hierfür nicht aus, sie muss vielmehr in eine
Zuhandenheit überführt werden (vgl. Bonsiepe 1996). D.h. Informationen
müssen zielgruppengerecht und medienspezifisch aufbereitet werden.
Beispiele für schlechtes Info-Design kennen wir zu Hauf, z.B. den
Behördenbrief, der in einer juristischen Sprache abgefasst ist und
seinem Leser oft mehr verbirgt als preisgibt, worum es geht. Oder die
Webseite der Universität, die einem nicht verraten will, welcher
Mitarbeiter denn nun für die eigene Personalsache zuständig ist. Oder
die Bedienungsanleitung des neuen Küchengerätes, die zu klein
geschrieben und voller Grammatikfehler und unverständlichen
Illustrationen ist. Oder die Programmierung des Videorekorders, oder,
oder, oder...
Der amerikanische Informationsdesigner Robert Horn hat die Aufgaben eines Informationsdesigners folgendermaßen zusammengefasst:
- Dokumente entwickeln, die verständlich, rasch erfassbar und gut
auffindbar sind und die sich leicht in eine effektive Handlung umsetzen
lassen.
- Interaktionen gestalten, die einfach, natürlich und so
komfortabel wie möglich sind. Dabei geht es sehr oft um die Lösung von
Problemen, die Menschen im Umgang mit Maschinen haben.
- Menschen dazu befähigen, sich in realen und virtuellen Räumen zurechtzufinden.
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