BildtypenBilder können im Vermittlungsprozess unterschiedliche Wirkungen und Funktionen haben können. Dabei kann man verschiedene Bildtypen unterscheiden.
Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Bildertypen, die im
Vermittlungsprozess unterschiedliche Wirkungen und Funktionen haben
können.
Zum einen kann man mit visuellen Präsentationen einfach etwas
abbilden. Man spricht beispielsweise in einem
literaturwissenschaftlichen Seminar oder einer virtuellen
Lehr-Lern-Einheit über einen Dichter und zeigt sein Portrait oder eine
Handschrift. Dem gesprochenen oder geschriebenen Wort kommt damit mehr
Konkretheit zu, die Lernenden werden stärker aktiviert und
möglicherweise emotional angesprochen.
Ferner können sprachliche
Aussagen durch Bilder interpretiert werden, oder es können durch
visuelle Metaphern oder (auch humoristische) Illustrationen Reize
gesetzt werden, an denen Erinnerung haften bleibt.
Illustration
Darüber hinaus können mit Bildern komplizierte Sachverhalte einfach und
leicht verständlich dargestellt werden, während eine verbale
Erläuterung langwierig oder sogar missverständlich wäre. Beispiele für
diese Funktion von Visualisierungen finden sich in den meisten
Gebrauchsanleitungen (IKEA-Kunden sind hiermit bestens bekannt).
Analytische BilderLogische oder analytische Bilder veranschaulichen dagegen abstrakte
Inhalte. Sie vermitteln die 'Gestalt' eines logischen Zusammenhangs und
lassen sich aufgrund ihrer Prägnanz gut erinnern. Beispiele für solche
Bildtypen sind:
- Säulen-, Balken- oder Kreisdiagramme zur
Visualisierung von Zahlen
- Liniendiagramme in Koordinatensystemen
- Isotopendiagramme usw.

Literatur:Doelker, C. (1997): Ein Bild ist mehr als ein Bild. Visuelle Kompetenz in der Multimediagesellschaft. Stuttgart: Klett-Cotta.
Das Buch befasst sich mit dem Gebrauch und der Deutung visueller Sprache und will so einen neuen Zugang zu visuellen Texten (also Bilder und Text-Bild-Arrangements) ermöglichen.
Gudjons, H.; Luca, R.; Schulz von Thun, F.; Will, H. (1994): Mit den Augen lernen. Visualisierungstechniken in Unterricht und Seminar. Pädagogik 10/94. Hamburg: Pädagogische Beiträge Verlag.
Die Ausgabe der Zeitschrift "Pädagigik" befasst sich ausschließlich mit Visualisierungstechniken in der Lehre und stellt eine gute Einführung in das Thema dar. Die meisten der Ausführungen sind auf das eLearning übertragbar.
Will, H. (1994): Mit den Augen lernen. Medien in der Aus- und Weiterbildung. Weinheim: Beltz.
Es handelt sich um eine fünfbändige Herausgebung. Die einzelnen Bände befassen sich mit: (1) Lernen mit Bildmedien, (2) Lerntexte und Teilnehmerunterlagen, (3) Pinwand, Flipchart und Tafel, (4) Overheadprojektor und Folien und (5) Lernen mit Video und Film.
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