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Das JPEG-Dateiformat zur Kompression von Webgrafiken

Welche Vorteile bietet das JPEG-Format für Bilder im Netz? Welche Beeinflussungsmöglichkeiten bieten sich bei seiner Verwendung?

Die Abkürzung JPEG leitet sich von der Joint Photografic Experts Group ab, der Organisation, die dieses Dateiformat spezifiziert hat. Während das GIF-Format die Bildinformation lediglich speicherplatzsparend reorganisiert (die Redundanz verringert), verwirft der von JPEG verwendete Algorithmus unter Beibehaltung der Helligkeit subtile Farbunterschiede und reduziert dabei den Informationsgehalt des Bildes.

Anders als beim zeilenweisen Verfahren des LZW-Algotithmus wird hierfür das Bild zur Analyse in Bereiche unterteilt. Etwas unscharfe Bilder resultieren im Vergleich zu sehr scharfen Bildern in einer höheren Kompressionsrate. Dieser Effekt lässt sich nutzen, indem man Bilder vor der Konvertierung ins JPEG-Format leicht mit einem Gaußschen Weichzeichnungsfilter bearbeitet. Das Reduzieren von Farben sowie das Dithern des Ausgangsbildes sind bei der Vorbereitung für die JPEG-Komprimierung hingegen kontraproduktiv.

Es lassen sich abhängig von der (in je nach Programm mehr oder minder fein) eingestellbaren Qualitätsstufe Kompressionsraten zwischen 1:10 und 1:100 erzielen. Je geringer die Qualitätsstufe bzw. je höher die Kompressionsrate, desto geringer ist die Größe, jedoch auch die Bildqualität der resultierenden Datei. Hier gilt es im Einzelfall einen angemessenen Kompromiss zu finden.



hohe Qualität, große Datei (32kB)niedrige Qualität, kleine Datei (4kB)


Das Pendant zum interlaced GIF wird als progressives JPEG bezeichnet. Auch hier wird das Bild in einzelnen Schritten übertragen und aufgebaut, wobei die Schärfe des Bildes nach und nach zunimmt.