Bilder im NetzWelche Grafikformate gibt es im Internet, und wann und warum benutzt man welches Format?
Grafikformate im Internet arbeiten allesamt mit dem sog. RGB-Farbmodell
(Rot-Grün-Blau), welches auf der Grundlage der additiven Farbmischung
funktioniert. Jeder Bildpunkt auf dem Monitor besteht aus einem roten,
einem blauen und einem grünen Bereich. Erst das Auge setzt die drei
Farben zu einer Mischfarbe zusammen. Leuchtet keiner der drei Bereiche,
so sieht das Auge Schwarz, leuchten sie alle gleichzeitig, so sieht das
Auge weiß. Eine stark vergrößerte Photografie der Monitoroberfläche
zeigt dies. Das RGB-Farbformat weist jedem Pixel des Bildes einen Rot-,
Grün- und Blau-Wert zu.
Viele
Nutzer greifen immer noch per Modem oder ISDN auf das Netz zu. Aufgrund
der relativ geringen Bandbreite dieses Zugriffs, ist es bei der
Erstellung von Webangeboten nach wie vor wichtig, darauf zu achten,
dass man speicherplatzintensive Daten ? also vor allem Multimedia-,
Bild- und Sound-Dateien ? in Dateiformaten speichert, die den Vorzug
geringer Datenmengen bieten. Solche Dateiformate nutzen verschiedene
Methoden der Datenkompression.
Dabei unterscheidet man grundsätzlich zwischen destruktiven
und nicht-destruktiven Kompressionsverfahren. Nicht-destruktive
Verfahren zielen meist auf die Reduktion von Redundanzen und sind daher
im Hinblick auf die Qualität des Ergebnisses verlustfrei. Destruktive
Kompressionen haben dagegen zur Folge, dass sich aus der komprimierten
Datei das Original nicht mehr exakt rekonstruieren lässt. Bei diesen
Methoden ist daher zwischen Kompressionsrate und Qualitätsverlust
abzuwägen.
Im Bereich der Webgrafiken haben sich heute drei Kompressionsverfahren durchgesetzt: GIF, JPEG und PNG.
Im Folgenden werden diese drei Verfahren kurz technisch erläutert und
auf ihre Verwendung bei unterschiedlichen Bildmaterialien hin
beschrieben. Es sei bereits vorweggenommen, dass man das JPEG-Format
vor allem bei Bildern mit vielen Farben und feinen Farbabstufungen
(z.B. Photos) verwendet, wohingegen das GIF-Format besonders bei
Grafiken mit Farbflächen (z.B. Zeichnungen, Diagramme) gute Ergebnisse
erzielt. Das PNG-Format spielt zurzeit noch eine eher geringe Rolle,
zumal es in vielen Browsern noch mangelhaft implementiert ist.
Die verschiedenen Formate und typische Anwendungsbeispiele:
Literatur:Münz, S.; Nefzger, W. (1999): HTML 4.0 Handbuch: HTML - JavaScript - DHTML - Perl. Poing: Franzis Verlag.
Eine vollständige und übersichtliche Einführung in HTML und Skriptsprachen des Internets. Die Buchversion zum online-Angebot (http://www.selfhtml.org/), welches besonders deshalb interessanter ist, weil Diskussionsforen angeschlossen sind, in denen man Lösungen für seine Probleme findet.
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