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Hypertextstrukturen

Hypertext ist ein modulares Prinzip. Die Verknüpfung der einzelnen Module kann in verschiedenartigen Strukturen erfolgen.


Netzwerkartige Organisation: Jedes Modul kann prinzipiell mit jeden anderen verknüpft sein.
Hierarchische Organisation: In den verschiedenen Ebenen sind über Weichenmodule weitere untergeordnete Module zu erreichen, die wiederum selbst Weichen sind.
Lineare Organisation: Die Module sind, wie Seitenzahlen in einem Buch, in einer Folge angeordnet.
Teillineare Organisation: Bestimmte Module in der linearen Folge sind mit Modulen außerhalb der Folge verknüpft.

"Die Grundidee von Hypertext besteht darin, dass informelle Einheiten, in denen Objekte und Vorgänge des einschlägigen Weltausschnittes auf textuelle, grafische oder audiovisuelle Weise dargestellt werden, flexibel über Verknüfungen manipuliert werden können. Manipulation bedeutet hier in erster Linie, dass die Hypertexteinheiten vom Benutzer leicht in neue Kontexte gestellt werden können, die sie selber erzeugen, dass sie ihnen passend erscheinenden Verknüpfungsangeboten nachgehen. Die Einheiten selber bleiben dabei in der Regel unverändert." (Kuhlen 1991)

Hypertextdokumentstrukturen haben entsprechend eindimensionale (bezogen auf die Inhalte der einzelnen Dokumente, die per Scrolling erschlossen werden) und n-dimensionale Aspekte (bezogen auf die Navigation in zwischen verknüpften Einheiten).


Literatur:

Kuhlen, R. (1991): Hypertext. Ein nicht-lineares Medium zwischen Buch und Wissensbank. Berlin: Springer.
Kuhlen begreift Hypertext als Weiterentwicklung stark strukturierter Texte, welche die Vorzüge von sequenziellen Texten mit denen von strukturierten Datenbanken verbindet.