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Kommunikationstheoretische Konzepte

In der Erwachsenen- und Weiterbildung haben sich kommunikationstheoretisch begründete Konzepte und Modelle entwickelt, die in der hochschuldidaktischen Weiterbildung erfolgreich eingesetzt werden und die auch für E-Learningkontexte wertvolle Hinweise zur didaktischen Gestaltung der kommunikativen und kooperativen Prozesse anbieten.

Fragen, die von Hochschullehrenden oft gestellt werden, betreffen den Konflikt zwischen Prozessleitung und inhaltlicher Leitung. Auf der einen Seite sollen die Studierenden zur aktiven Auseinandersetzung mit den Themen der Lehrveranstaltungen motiviert werden. Auf der anderen Seite befürchten Hochschullehrende, dass Beiträge der Studierenden, die inhaltlich nicht immer richtig sind, unkommentiert stehen bleiben.

Für die Leitung von Gruppenprozessen wurden unterschiedliche Modelle und Methoden wie die
Moderationsmethode und die Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn entwickelt. Sie ermöglichen ein besseres Verständnis der kommunikativen Prozesse und bieten Methoden und Techniken der Gestaltung wie z.B. das Blitzlicht oder das Stimmungs-Barometer an, die sich auch in Online-Lernumgebungen sowohl für die Arbeit in Foren als auch in Chatsessions gut adaptieren lassen.

Der professionelle Umgang mit dem Konflikt zwischen der inhaltlichen und der Prozessleitung setzt voraus, dass die Lehrenden sich der unterschiedlichen Anteile ihrer Leitungsrolle bewußt sind und reflektiert damit umgehen können. Hierfür bietet das Kommunikationstraining nach Schulz von Thun Modelle an, die den bewußten und reflektierten Umgang mit der Leitungsrolle als Lehrende unterstützen.