Fragen stellenExpositorische Methoden funktionieren in Online-Umgebungen oft nur, wenn der Content aufwendig und interaktiv gestaltet wird, Fragen stellen hierzu eine gute Alternative dar.
Sehr einfach zu realisieren ist die seit Sokrates bekannte Methode „Fragen stellen“. Warum sollte diese Methode interessant sein? Schlicht gesagt, weil sie keine Antworten gibt, oder im Fachjargon formuliert, weil es keine expositorische Methode ist, sondern eher heuristisch wirkt.
Das folgende Beispiel von Peter Faulstich und Anke Grotlüschen ist besonders interessant. Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus einem ihrer virtuellen Seminare, der ausschließlich aus Fragen zum Stoff besteht — oder sollte man besser sagen: Hier besteht der Stoff ausschließlich aus Fragen?
 Seminar von Faulstich und Grotlüschen Auch zu dieser Methode ein Beispiel aus der unter Assignments genannten Vorlesung von Reinhard Keil-Slawik. Die Aufgabe 5 besteht im wesentlichen aus lauter Fragen.
Aus der Vorlesung von Keil-Slawik
Fragen können Fragen sein, aber auch Aussagen oder Aufforderungen oder Kritik, Fragen können stimulieren, zu Thesen herausfordern, kontrollieren, sondieren, bestätigen, aber auch kritisieren, beleidigen oder verächtlich machen. Fragen können aber auch helfen zu analysieren, Alternativen zu finden, Entscheidungen zu treffen, zu evaluieren und zu bewerten. Die Funktionen und Wirkungen von Fragen sind vielseitig. Gut gestellte Fragen funktionieren in der Regel, ohne großen Aufwand an Erklärungen. Sie fördern die Selbsttätigkeit der Studierenden.
|