Content-Design für Arme!Es muss nicht immer gleich ein aufwendiges interaktives Lernmodul sein. Es gibt spannende und motivierende Methoden zur Aufbereitung von Lerninhalten, die nicht gleich ein Vermögen kosten.
In den letzten Jahren hat es in vielen Bundesländern eine substanzielle
Förderung von eLearning gegeben. Es wurden viele von den Zielen und vom
Inhalt her umfangreiche
und von der Technik her aufwändige multimediale und netzbasierte
Produktionen entwickelt. In Deutschland , in Österreich und in der
Schweiz wurden zusammengenommen fast 200
Projekte mit vielen Millionen Euro gefördert. So notwendig diese
Fördermaßnahmen sind, so wenig
jedoch werden diese Projekte die Ausbildungslandschaft an den
Hochschulen verändern. Die kostspieligen Produktionen, die sogenannten
„Leuchttürme“, können nicht den Massenmarkt ausmachen.
Für die didaktische Strukturierung der Inhalte stehen spannendere und
motivierendere Methoden zur Verfügung, ohne dass man den aufwändigen
und teuren Weg der Entwicklung von interaktiven Lernobjekten gehen
muss. Ich werde im Folgenden einige Methoden der Didaktisierung von
Lerninhalten besprechen, die vergleichsweise wenig Kosten verursachen,
die etwas ermöglichen, das man als „Content-Design für Arme“ bezeichnen
könnte, wobei mit den „Armen“ nicht die Klienten und Kunden, sondern
die als Autoren agierenden Hochschullehrer gemeint sind, denen wenig
finanzielle Mittel und personelle Ressourcen für die Realisierung ihrer
eLearning-Angebote zur Verfügung stehen, was bei den meisten Lehrern
und Hochschullehrern der Fall sein dürfte.
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