Abhängigkeit von Methode und didaktischer Funktion Bei der Entwicklung eines Lernszenarios für das Blended Learning müssen verschiedene Fragen zu Methode und Funktion einzelner Einheiten beantwortet werden.
Bei der Überlegung, welche Phasen und Anteile des Lernprozesses online oder präsent durchgeführt werden sollen, sind drei Fragen wichtig:
- Annahmen über den Lernprozess: Von welchen Lernwegen, Aufgabenarrangements verspreche ich mir gelingende Vermittlungsprozesse? Was genau soll gelernt werden? Wo und wie soll das neue Wissen angewendet werden?
- Welche methodische Anlage entspricht am ehesten diesen Zielen? Kann beispielsweise Sprachkönnen allein über Vokabeltraining vermittelt werden? Welchen Vorteil haben Gruppenarbeiten? Wann ist ein Vortrag sinnvoll?
- Gibt es eine "virtuelle Variante" der gewählten Methode oder ein Tool, dessen Einsatz einen Mehrwert gegenüber der "präsenten Variante" verspricht? Kann ich beispielsweise in einer asynchronen Newsgroup mehr Facetten einer Diskussion einfangen als in einer Plenumsdiskussion des Präsenzunterrichts? Bietet ein interaktives Lernobjekt durch die aktive Rolle des Lernenden einen Vorteil gegenüber einem Vortrag, der den Lernenden in einer passiven Rezipientenrolle belässt?
Literatur:Kerres, Michael (2004): "Online- und Präsenzelemente in Lernarrangements kombinieren". In: Hohenstein & Wilbers, 4.5
In Anlehung an das Gagnésche Modell des Instruktionsdesigns werden didaktische Kategorien für Blended-Learning-Arrangements entwickelt
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