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Lerntheoretischer Hintergrund

Die Defizite traditioneller Hochschullehre wie die Aneignung "trägen Wissens" im Studienverlauf und unmotivierte Teilnehmende in Lehrveranstaltungen, die sich nur danach orientieren, welches Wissen "prüfungsrelevant" ist, haben zu neuen lerntheoretisch orientierten Konzepten wie das handlungsorientierte Lernen, das problemorientierte oder fallbasierte Lernen sowie das kooperative Lernen geführt.

Die Defizite traditioneller Hochschullehre wie die Aneignung "trägen Wissens" im Studienverlauf und unmotivierte Teilnehmende in Lehrveranstaltungen, die sich nur danach orientieren, welches Wissen "prüfungsrelevant" ist, haben zu neuen lerntheoretischen Ansätzen geführt (vgl.: Defizite traditionellen Lernens ).

Dass diese Defizite noch weitverbreitet sind, darauf deuten die immer wieder gestellten Fragen von Hochschullehrenden in didaktischen Weiterbildungsveranstaltungen des IZHD. Wie kann die Motivation und die Partizipation der Studierenden erhöht werden?

Die Frage verweist auch auf den Stellenwert von Emotionen beim Lernen, die in Lerntheorien thematisiert wird, aber im Zuge des eLearning wieder in Vergessenheit geraten ist (vgl. Reinmann, G., 2004).



Auf lerntheoretischem Hintergrund (Konstruktivismus, subjektwissenschaftliche Konzepte) wurden drei Ansätze für die Lehrpraxis entwickelt, die die Defizite traditioneller Hochschullehre lösen sollten:


Literatur:

Euler, D. (2004): Selbstgesteuertes Lernen mit Multimedia und Telekommunikation gestalten. In: Hohenstein, A.; Wilbers, K. (Hg.): Handbuch E-Learning. Expertenwissen aus Wissenschaft und Praxis (Loseblattsammlung 4.1). Neuwied: Verlag Deutscher Wirtschaftsdienst.
Guter Einstiegstext, macht einen großen Bogen zu allen wichtigen Problemen des eLearning und fokussiert dann die Mehrwertfrage unter der Kategorie  des selbstgesteuerten Lernens ? "wie kann man selbstgesteuertes Lernen durch eLearning verbessern?" Auch konkrete Tipps (Checkliste) zur Implementierung von eLearning-Angeboten.
Holzkamp, K. (1993). Lernen. Subjektwissenschaftliche Grundlegung. Frankfurt: Campus
Das Standardwerk über subjektwissemschaftliches Lernen. Über einen Durchgang und die Reanalyse traditioneller Lerntheorien entwickelt Holzkamp Lernen aus dem Standpunkt des Subjekts.
Klausner, F. (2004): E-Learning problembasiert gestalten. In: Hohenstein, A.; Wilbers, K. (Hg.): Handbuch E-Learning. Expertenwissen aus Wissenschaft und Praxis (Loseblattsammlung 4.12). Neuwied: Verlag Deutscher Wirtschaftsdienst.

Marks, F.; Thömen, D.: Die Moderation des Problemorientierten Lernens (POL). Die Rekonstruktion der Wirklichkeit (2002). In: Behrend, B.; Voss, H.-P.; Wildt, J. (Hg.): Neues Handbuch Hochschullehre. Lehren und Lernen effizient gestalten (Loseblattsammlung C 1.1). Stuttgart: Raabe.

Reinmann, G. (2004). Die vergessenen Weggefährten des Lernens: Emotionen beim eLearning.. In H.O. Mayer & D. Treichel (Hrsg.), Handlungsorientiertes Lernen und eLearning (S. 101-118). München: Oldenbourg.
Zur Bedeutung von Emotionen beim eLearning, wobei zunächst eine Begriffserklärung versucht wird, dann werden verschiedene Modellevorgestellt, bzw. ein eigenes Modell entwickelt,  emotionale Anteile des Lernprozesses zu erklären und daraus Handlungsoptionen für die Gestaltung virtueller Lernumgebungen abzuleiten.
Studer, C.: Vom Fallbeispiel zur Fallstudie. Einbezug von Fallbeispielen und Fallstudien in den Unterricht. In: Behrend, B.; Voss, H.-P.; Wildt, J. (Hg.): Neues Handbuch Hochschullehre. Lehren und Lernen effizient gestalten (Loseblattsammlung C 1.2). Stuttgart: Raabe.