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Kombination unterschiedlicher Symbolsysteme

Für synchrone Kommunikationssituationen, in denen es vorrangig um die schnelle Verständigung der Teilnehmenden untereinander geht wie zum Beispiel beim Abgleichen gemeinsamer Wissenshintergründe, hat es sich als sehr hilfreich erwiesen, eine Kombination aus mehreren Symbolsystemen zu nutzen.

Gerade weil in der Online-Umgebung "natürlichsprachliche" Symbolsysteme (Mimik, Gestik, Blickkontakt) für die Kommunikation in einer Gruppe nicht zur Verfügung stehen, ist es sehr hilfreich, wenn die Kommunikation durch unterschiedliche Symbolsyteme (z.B. Text und Bild) unterstützt, geführt werden kann. Dadurch können Bedeutungen und emotionale Anteile wesentlich besser kommuniziert werden, als in rein textgebundenen Kanälen.

Besteht die Möglichkeit, ein Whiteboard mit einem Chatkanal kombiniert zu nutzen, dann können die Teilnehmenden, z.B. in einer  Synchron-Session Visualisierungen auf dem Whiteboard erstellen und so die textgebundene Chatkommunikation ergänzen oder erweitern (vgl.: Visualisierungstechniken).

Folgende Übungen geben dazu Beispiele:

Mindmap

Mindmaps können zum Einen als visuellen Unterstützung von Brainstormings genutzt werden. Zum anderen läßt sich auch gut neu erworbenes Wissen mit Mindmaps strukturieren. In Online-Lernumgebungen können Whiteboards für die Erstellung kooperativer Mindmaps in Kleingruppen genutzt werden (empfohlene Gruppengrösse: drei bis fünf Teilnehmende). In dem folgenden Beispiel, an dem drei Personen teilgenommen haben, wurde das Whiteboard in WebCT zu einem Brainstorming zum Thema "Motivation im eLearning" genutzt. Da der Chat nicht parallel zum Whiteboard-Tool zur Verfügung steht, wurde unten links eine Whiteboardfläche vereinbahrt.




Zuordnung

Durch die gemeinsame Bearbeitung einer Zuordnungsaufgabe diskutieren die Teilnehmenden Ähnlichkeiten und Unterschiede ihrer individuellen Lösungsideen. Über die Vorgaben, die in der Zuordnungsübung enthalten sind (hier Seminarphasen und unterschiedliche Tools), erhalten die Teilnehmenden gleichzeitig einen inhaltlichen Input. In dem konkreten Beispiel war die Aufgabe, den in den weißen, ovalen Seminarphasen unterschiedliche Tools (z.B. Chat, Forum, Whiteboard) zuzuordnen. Den Teilnehmenden wurde erst in der Übung bewußt, dass es unterschiedliche Seminarphasen gibt und dass bestimmte Tools besser oder schlechter für einzelne Seminarphasen geeignet sein können.



Literatur:

Merkt, M. (2005). Die Gestaltung kooperativen Lernens in akademischen Online-Seminaren. Empirische Untersuchung zur didaktischen Weiterbildung von Lehrenden. (Im Druck).
Neben der theoretischen Begründung kooperativen Lernens in Online-Umgebungen im akademischen Kontext beinhaltet die Dissertation eine umfangreiche Dokumentation durchgeführter Lehrbeispiele von Hochschullehrenden aus unterschiedlichen Disziplinen.