Einführung: NachhaltigkeitEinführung zur Thematik der Nachhaltigkeit
Nachdem in den letzten Jahren die Entwicklung von Content im Vordergrund stand, der die technische Fokussierung der Anfangsjahre im eLearning abgelöst hatte, zentriert sich die Diskussion seit einigen Monaten verstärkt um den Begriff Nachhaltigkeit. Obwohl die Erfüllung von Nachhaltigkeit (damit ist das Überleben der Projekte nach Auslaufen der Förderung gemeint) eine Grundvoraussetzung für die Förderung in allen Förderprogrammen, wie z.B. Neue Medien in der Bildung war, ist erstaunlicherweise erst jetzt mit Auslaufen der Projektförderung eine intensive Diskussion um Nachhaltigkeit fördernde und hemmende Strukturen an den Hochschulen aufgekommen.
Ist diese Diskussion nun, wie Seufert und Euler (2004) vermuten der letzte Verzweiflungsschrei, bevor der Friedhof der Bildungstechnologien nun neben Fernsehen, Sprachlabors nun auch um eLearning erweitert wird (ebd. S. 4)? Werden wir also nach dem Auslaufen der Förderprogramme langsam aber sicher ein „Ende des Spuks“ an deutschen Hochschulen erleben? Als allgemeiner Rettungsanker wird der Begriff Nachhaltigkeit hoch gehandelt. Wie kann ein eLearning Projekt dauerhaft, breitenwirksam wirklich in der Lehre genutzt werden? Und wie kann es sich sogar zumindest zum Teil refinanzieren? Viele Faktoren, die die Nachhaltigkeit eines Projektes bestimmen liegen leider nicht in den Händen des Projektteams. Einer der Wege aber, der direkt von den Projektmitarbeiterinnen und -mitarbeitern selbst beschritten werden kann, ist das Herstellen einer didaktisch hohen Qualität. Denn eines ist sicher: schlechte und einfallslose eLearning Module werden in keinem Fall nachhaltig sein.
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