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Gut sein und noch besser werden!

Donnerstag, den 11. März 2010 von Angela Sommer

Die Auswertung der ersten Lehrveranstaltungsevaluation im MoHE aus dem Sommersemester 2009 liegt vor!

Im Sommersemester 2009 wurden die Studierenden in allen Lehrveranstaltungen des MoHE schriftlich befragt, wie sie die Qualität der Lehre einschätzen (127 Teilnehmende in 16 Lehrveranstaltungen). Herausgekommen ist folgendes Qualitätsprofil: Profilinie MoHE gesamt, das wir mit Hilfe des elektronischen Evaluationssystems EvaSys erstellt haben.
Der Fragebogen war vom Evaluationsteam des ZHW auf der Grundlage vorhandener Instrumentarien (BEvaKomp und HILVE_VF) an die spezifischen Bedarfe des MoHE angepasst worden. Getreu dem Motto „walk what you talk“ wollten wir uns an den in der Masterordnung formulierten Kompetenzbereichen messen lassen.

(Die Fragen 1.1 – 1.6 beziehen sich auf Planungskompetenz, 2.1 – 2.8 auf Leitungs-, 3.1. – 3.5 auf Methoden- und 4.1 – 4.8 auf Medienkompetenz. Die Fragen 5.1 – 5.6 sind Transferfragen auf den Lernertrag und Lehralltag, 6.1 – 6.3 fragen nach Rahmenbedingungen. Es schließen sich offene und Gesamtbewertungsfragen an. Die Zusammenfassung der offenen Antworten ist hier im Dokument nicht abgebildet. )

Dafür wählten wir im Evaluationsprojekt eine 6er-Skalierung (von 1= „trifft völlig zu” bis zu 6 „trifft nicht zu“). Die Assoziation mit Schulnoten wollten wir bewusst nutzen und entschieden uns daher, anders als andere Instrumentarien, für diese Skalierung. Ebenso wollten wir durch die gerade Skalenzahl der häufig anzutreffenden „Tendenz zum Mitteln“ entgegenwirken.

Gute Lehre ist nicht mittelmäßig gute Lehre! Diesen Anspruch erheben wir an uns selbst und alle im Studiengang Lehrenden. Natürlich sind wir froh und beglückt, dass die Auswertung dies bestätigt. Denn:
Datenerhebung in Zeiten von EvaSys ist ein Leichtes. Der Umgang mit den Daten ist die Nagelprobe auf Ernsthaftigkeit gegenüber allen am Prozess beteiligten. Die Evaluation des MoHE führt nur zum Erfolg mit Kommunikation. Diese zu fördern ist eine Leitungsaufgabe. Somit besteht eine zentrale Führungsaufgabe der Modulleitungen darin, mit den Lehrenden darüber zu sprechen. In Einzelgesprächen bzw. Modulkonferenzen werden daher die Ergebnisse ausgewertet und die Weiterentwicklung des inhaltlichen Angebotes sowie eventuelle Personalentwicklungsmaßnahmen für die Lehrenden besprochen. Denn die einmalige Lehrveranstaltungsevaluation reicht nicht aus. Interessant und wirklich aussagekräftig werden die Daten erst, wenn sie regelmäßig erhoben und in der Entwicklung betrachtet werden. Und Qualitätsmanagement bedeutet das Zusammenspiel von Fördern und Fordern. Dies ist nicht zuletzt bedeutsam für die in 2010 anstehende Re-Akkreditierung des Masterstudienganges.

Einzelne Werte unter der Lupe:
Den bestes Wert finden wir bei dem „wertschätzenden Umgang der Lehrenden mit Studierenden“ (mw = 1,3) Darüber sind wir natürlich erfreut, denn in der Tat legen wir Wert auf Fairness und Wertschätzung. Selbst wenn die Lehrenden gelegentlich nicht umhin kommen, die Studierenden sachlich zu kritisieren und/oder ihnen ein deutliches Feedback zu geben, so kann und sollte dies stets im wertschätzenden Ton geschehen.

Die schlechtesten Werte finden wir bei der Frage, wie viel Zeit sich die Studierenden für die Vorbereitung auf die Lehrveranstaltung genommen haben (mw = 4,2) sowie bei der Frage nach dem Tempo des Kurses (mw= 2,7). Da die Studierenden bei uns in der überwiegenden Zahl wissenschaftliche Mitarbeiter/innen in der Qualifizierungsphase sind überrascht der Wert 4,2 bei der Vorbereitungszeit wenig. Sie sind durch eigene Lehre und Forschung in der Regel schon so belastet, dass selbst die regelmäßige Teilnahme an ZHW-Workshops eine „Herausforderung für ihr Zeitmanagement“ darstellt. Da bleibt oft keine Zeit für ausführliche Vorbereitung, die im Übrigen auch nicht immer erforderlich ist. Hinsichtlich des „Kurstempos“ stellte sich heraus, dass die Antworten noch wenig aussagekräftig sind, haben wir es doch bei der Frageformulierung versäumt, hier präziser nach „zu schnell“ oder „zu langsam“ zu fragen. Dies werden wir bei der Fragebogenüberarbeitung berücksichtigen.
Bei der genauen Betrachtung des „n“ fällt auf, dass nur drei Fragen von allen 127 Studierenden beantwortet wurden, nämlich diejenigen nach „Lerngewinn“, „Transferierbarkeit auf die eigene Lehrpraxis“ und „Wunsch nach Einsatz in der eigenen Lehrpraxis“. Mit den Werten rund um 2,0 sind wir besonders zufrieden, verbirgt sich hinter diesen Items doch die „Gretchenfrage“ nach Sinn und Nutzen des Studiengangs.

Wie geht es weiter?
Nach Abschluss des Wintersemesters 2009/10 erfolgt eine Modulevaluation, in der alle Studierenden befragt werden, die eine Modulprüfung absolviert haben. Hier möchten wir gerne wissen, wie die Studierenden die Gesamtstruktur eines Moduls einschätzen incl. Vorbereitung auf und Durchführung der Modulprüfungen. Im Sommersemester 2010 schließt sich eine Gesamt-Studiengangsbefragung an. Im dreisemestrigen Turnus werden sich die Befragungen wiederholen, denn: die Befragung der Studierenden soll kein „einmaliges Strohfeuer“ bleiben, sondern sie ist eingebettet in unser Gesamtkonzept zum Qualitätsmanagement.

Angela Sommer, Leitung des Evaluationsprojektes am ZHW

Qualitätsmanagement im MoHE am ZHW – ein Zwischenstand

Montag, den 30. März 2009 von admin

“Teach what you talk” – in diesem Sinne haben wir das Projekt “Qualitätsmanagement im ZHW”, über dessen Start wir im SoSe 2008 hier schon berichteten, mit besonderem Fokus auf den “Master of Higher Education” (MoHE) weiter vorangebracht.

Das vergangene Semester haben wir als Pilotphase für das Qualitätsmanagement im MoHE am ZHW genutzt, um unser Konzept maßgeblich und mit Blick auf das gesamte ZHW weiterzuentwickeln.

Was ist im WiSe 2008/09 konkret passiert? Wir haben

  • eine (vorerst) gültige Version des Evaluationsbogens für Lehrveranstaltungen entwickelt und in einigen Lehrveranstaltungen erprobt,
  • den Prototypen eines Lehrendenbogens entwickelt und begonnen zu erproben,
  • einen Modulfragebogen entworfen,
  • ein Konzept für einen Qualitätszirkel für das ZHW entwickelt.

Was ist für das SoSe 2009 geplant?

  • Systematische und verbindliche Evaluation der Lehre im MoHE aus Perspektive der Lernenden und Lehrenden,
  • Start des Qualitätszirkels,
  • Pilotphase der Evaluation der Modulebene.

Einen ersten Einblick in unser Konzept haben wir Anfang März im Rahmen eines Vortrags unter der Perspektive “Gute Lehre fordern und fördern!” auf der diesjährigen Jahrestagung „Studiengangentwicklung in hochschuldidaktischer Perspektive“ der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) in Freiburg gegeben.

Kerstin Mayrberger & Angela Sommer

Qualität sichern und noch besser werden

Donnerstag, den 17. Juli 2008 von Angela Sommer

Mit dem hochschuldidaktischen “Masterstudiengang of Higher Education” (MoHE) leisten wir einen wichtigen Beitrag, Lehrende darin zu unterstützen, ihre eigene Lehre kontinuierlich zu reflektieren und weiter zu entwickeln.

Daher ist es auch für uns selbstverständlich, die Qualität unseres Angebots im Auge zu behalten und den Anspruch zu erfüllen, uns stetig zu verbessern.

Dazu erarbeiten wir gerade ein umfassendes und systematisches Qualitätssicherungs- und -entwicklungskonzept für den Masterstudiengang, der die bisherigen Veranstaltungsevaluationen einschließt. Dies tun wir zeitgleich und in enger Kooperation mit dem Projekt „Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre der Fakultät Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft” der Universität Hamburg.

In diesem Sommersemester haben wir einen neuen Fragebogen in unseren Seminaren getestet und prüfen nun dessen Tauglichkeit.

Unser Ziel ist es, die systematische Veranstaltungsevaluation mit den unterschiedlichen Ebenen und
Beteiligten am ZHW im MoHE im Sinne einer Personal- und Organisationsentwicklung zu verknüpfen. Wir werden die Zeit bis zum Beginn des Wintersemesters nutzen, um daraus ein „rundes” Konzept zu verfassen und um den Qualitätssicherungszyklus weiter voran zu bringen.

Erste Ergebnisse sowie das Konzept werden wir demnächst hier vorstellen.

Kerstin Mayrberger & Angela Sommer

Startschuss für den ZHW-Weblog: Herzlich willkommen!

Montag, den 21. April 2008 von admin

Das Team des Zentrums für Hochschul- und Weiterbildung (ZHW) der Universität Hamburg hat sich entschieden im Zuge der Neugestaltung der Homepage auch ein Weblog einzurichten.
Hier wollen wir in erster Linie Überlegungen, Erkenntnisse und interessante Neuigkeiten zur Hochschuldidaktik, -entwicklung und -forschung, zum eLearning sowie über unsere aktuellen (Forschungs-)Projekte und Aktivitäten im Bereich Hochschul- und Weiterbildung im Kontext der Arbeit am ZHW berichten und damit auch (virtuell) zum fachlichen Diskurs beitragen.
Dieses Weblog wird ab jetzt von einer Reihe von Autor(innen) geführt werden. Die unterschiedlichen Perspektiven und Interessen der Mitglieder des ZHW, die sich in den namentlich gekennzeichneten Beiträgen widerspiegeln werden, sollen einen Eindruck vermitteln, woran wir im ZHW gerade arbeiten oder planen und welche Themen uns beschäftigen.
Wir hoffen, dass die eine oder andere Nachricht auch – ganz im Sinne der Web 2.0-Idee – zur Online-Diskussion anregen wird und wir mit Ihnen ins virtuelle Gespräch kommen.
Prof. Dr. Rolf Schulmeister, Prof. Dr. Margret Bülow-Schramm, Ivo van den Berk, Dr. Kerstin Mayrberger, Dr. Marianne Merkt & Angela Sommer


konzeption und realisation klaus nuyken