Archiv des Tags ‘(e)Szenarien’

ZHW auf der GMW’08

Montag, den 15. September 2008 von zhw

In dieser Woche ist das wissenschaftliche Personal des ZHW auf der GMW-Tagung 2008 in Krems anzutreffen.

Nachdem wir im letzten Jahr die GMW-Tagung mit Campus Innovation 2007 hier in Hamburg zusammen mit dem MMKH ausgerichtet hatten, freuen wir uns, in diesem Jahr wieder “als Gast” dabei sein zu dürfen und uns mehr auf die inhaltlichen und sozialen Aspekte konzentrieren zu können.

Im Laufe des letzten Jahres hat es sich nach und nach ergeben, dass das ZHW personell im Steering Commitieé der GMW, bei der Begutachtung der Fachbeiträge und auch bei der Begutachtung für den Medida-Prix mitwirkte. Im Rahmen der Tagung  nächste Woche übernehmen wir Moderationsaufgaben und sind mit folgenden inhaltlichen Beiträgen vertreten:

  • mit dem Thementisch “Potenziale und Grenzen von Web 2.0 für fachspezifische Lehr- und Lernprozesse” (Dr. Kerstin Mayrberger) bei der Pre-Conference
  • mit dem Vortrag “Fachkulturen als Herausforderung für E-Learning 2.0″ (Dr. Kerstin Mayrberger), am 1. Konferenztag
  • mit dem Vortrag ” Eine hochschuldidaktische Beschreibungsprache für (E)Szenarien” (Dr. Marianne Merkt & Ivo van den Berk, M.A.) am 2. Konferenztag
  • beim Frühstück mit Keynote-Speakers sowie bei der Podiumsdiskussion “Open Trends in Higher Education: Imperatives and Challenges” (Prof. Dr. Rolf Schulmeister) am 2. Konferenztag

Wir sind gespannt auf die anderen Beiträge, die das interessante Gesamtprogramm verspricht und auch darauf, wer am Abend des 2. Konferenztages den Medida-Prix 2008 gewinnen wird.

Rückblick EduMedia Conference in Salzburg

Freitag, den 6. Juni 2008 von admin

Unter dem Titel Self-organised learning in the interactive Web – A change in learning culture? stand Anfang dieser Woche auf der vierten EduMedia Conference das Thema Web 2.0 in unterschiedlichen Bildungskontexten im Zentrum. Das abwechslungsreiche Programm war sehr dicht, bot zugleich aber vielfältige Eindrücke aktueller Erfahrungen, Konzepte und Studien zum webbasierten, selbstorganisierten Lernen – sei es im Rahmen bekannter Lernplattformen, mit ePortfolios oder in Second Life. Ein Highlight war sicherlich, Jay Cross’ Keynote zu erleben.

Neben den vielfältigen Möglichkeiten, wie sich die Lehrpraxis mit Web 2.0 verändern lassen kann und wo Grenzen liegen, wurde m. E. deutlich, dass nach einer ersten Phase der Integration von Weblogs, Wikis oder ePortfolios in die Lehre und Entwicklung vielversprechender Lehr- und Lernszenarien nun experimentiert wird, inwieweit man weitere Web 2.0-Werkzeuge in die Lehre bzw. in individuelle Lernprozesse einfügen könnte. Das wurde in Ansätzen im Rahmen des Vortrags von Graham Atwell deutlich (vgl. für einen ersten Eindruck zur Life-Interaktion bei Vorträgen den Bericht von Ralf Appelt). Neben den Gestaltungsmöglichkeiten von (neuen) didaktischen Szenarien im eLearning war aber immer auch die (medien-)pädagogische Perspektive präsent: Hier wurde wiederholt deutlich, dass Aspekte wie “Datenexhibitionismus” und “Medienkompetenzförderung” nach wie vor nicht zu vernachlässigen sind – sowohl im Bereich des (außer-)schulischen Lernens wie auch in der Hochschule oder Erwachsenenbildung.

Ich nehme von dieser Konferenz vor allem den Eindruck mit, dass zusätzlich zu einem ambitionierten Ausprobieren nun die empirische Forschung deutlich nachziehen muss. Nur so kann das Web 2.0-Konzept fundiert Einzug halten im Bereich des Lehrens und Lernens mit digitalen Medien im Sinne einer weiterentwickelten Form des eLearnings. Hier kann ich mich nur Gabi Reinmann anschließen, die im Rahmen ihres kritischen Impulses am Beispiel der Selbstorganisation im Netz implizite Annahmen und Prämissen hinterfragte und u.a. für eine stärker an wissenschaftlichen Begriffen und Konzepten orientierte Diskussion plädierte. (Die schriftliche Version des Vortrages ist hier zu finden.) Dieser Eindruck ist zugleich auch eine weitere Motivation für die anstehenden Projekte im Bereich Web 2.0 und Hochschullehre, die am ZHW in Vorbereitung sind.

eQualifizierung goes GMW08

Montag, den 26. Mai 2008 von Ivo van den Berk

Unser Paper “Eine hochschuldidaktische Beschreibungssprache für (e)Szenarien”, das wir zur GMW 08 in Krems eingereicht haben, wurde angenommen. Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack:

eQualifizierung und was sich dahinter verbirgt

eQualifizierung ist ein Baustein des im November 2007 gestarteten eLearning-Strategieprojekts ePush der Fakultät EPB der Universität Hamburg. Im Rahmen von eQualifizierung beschäftigen wir uns hier am ZHW mit der hochschuldidaktischen Beschreibung, Analyse, Entwicklung und Implementation von (innovativen) (e)Szenarien unter den neuen Studienstrukturbedingungen.

Wozu eine neue Beschreibungssprache?

Ausgangspunkte waren für uns u.a. 1. die Feststellung, dass die zur Verfügung stehenden Beschreibungsmodelle (z.B. Vorlesung, Seminar) die neuen Möglichkeiten nicht adäquat abbilden können; 2. die Ressourcenverknappung und damit verbunden die hohe Workload der Lehrenden inkl. der problematischen SWS-Berechnung; 3. der hohe Workload der Studierenden aufgrund des normierten ECTS (z.B. zugestandene vs. tatsächlich benötigte Lernzeit) und 4. das Anliegen, selbständige Lernprozesse der Studierenden sowie den Einfluss auf die Mitgestaltung der eigenen Bildungsverläufe zu stärken.

Deliverables des Projekts

Als Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Lehr-/Lernsituation ist es unser Ziel,

  • gemeinsam mit Lehrenden, Studierenden, Tutorinnen und Tutoren und ausgehend von ihren Bedarfen und Erfahrungen (neue) Modelle zur Analyse und Gestaltung von Modulen, Lehrveranstaltungen, Sitzungen, Prüfungsmomenten, … mit den Schwerpunkten „eLearning“ und „Neue Medien“ zu entdecken, zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren.
  • die Lehrenden bei der Umsetzung dieser eSzenarien hochschuldidaktisch zu beraten.
  • eine neue Beschreibungssprache entwickeln, mit der die oben angeführten Aspekte in den Blick kommen.
  • diese Beschreibungssprache den Lehrenden in Form eines virtuellen Tools an die Hand zu geben, mit dem sie innovative Lehr-/Lernszenarien mit eLearning planen und analysieren können.

In den anstehenden Workshops und Beratungen werden wir u.a. das Konzept der studentischen Handlungsmomente als Bestandteil einer neuen Beschreibungssprache für (e)Szenarien erproben und evaluieren. Über die Auswertung und Weiterentwicklung werden wir dann ausführlich im September auf der GMW 08 in Krems berichten.

Marianne Merk & Ivo van den Berk

Startschuss für den ZHW-Weblog: Herzlich willkommen!

Montag, den 21. April 2008 von admin

Das Team des Zentrums für Hochschul- und Weiterbildung (ZHW) der Universität Hamburg hat sich entschieden im Zuge der Neugestaltung der Homepage auch ein Weblog einzurichten.
Hier wollen wir in erster Linie Überlegungen, Erkenntnisse und interessante Neuigkeiten zur Hochschuldidaktik, -entwicklung und -forschung, zum eLearning sowie über unsere aktuellen (Forschungs-)Projekte und Aktivitäten im Bereich Hochschul- und Weiterbildung im Kontext der Arbeit am ZHW berichten und damit auch (virtuell) zum fachlichen Diskurs beitragen.
Dieses Weblog wird ab jetzt von einer Reihe von Autor(innen) geführt werden. Die unterschiedlichen Perspektiven und Interessen der Mitglieder des ZHW, die sich in den namentlich gekennzeichneten Beiträgen widerspiegeln werden, sollen einen Eindruck vermitteln, woran wir im ZHW gerade arbeiten oder planen und welche Themen uns beschäftigen.
Wir hoffen, dass die eine oder andere Nachricht auch – ganz im Sinne der Web 2.0-Idee – zur Online-Diskussion anregen wird und wir mit Ihnen ins virtuelle Gespräch kommen.
Prof. Dr. Rolf Schulmeister, Prof. Dr. Margret Bülow-Schramm, Ivo van den Berk, Dr. Kerstin Mayrberger, Dr. Marianne Merkt & Angela Sommer


konzeption und realisation klaus nuyken